Die Frage nach einem individuellen Webdesign begegnet wahrscheinlich nicht nur mir fast täglich. Doch was steckt hinter „individuellem Webdesign“? Muss man die Welt immer neu erfinden?

Was bedeutet individuelles Webdesign?

Individuell bedeutet es repräsentiert mich oder meine Firma.
Je nach Budget kann man als Webdesigner und Programmierer aus dem vollen Schöpfen oder auch nicht. So ist es entweder möglich, aus dem Webdesign Trott auszubrechen und eine ganz eigene Gestaltungslinie zu kreieren oder aber man muss auf Webdesign Themes oder Templates zurückzugreifen.

Wichtig ist, dass die Bedürfnisse des Kunden im Webdesign mit einfließen. Die Inhalte des Unternehmens sollten ansprechend, übersichtlich und informativ präsentiert werden. Ebenso sollten vorhandene Corporate Design Elemente oder Vorgaben beachtet werden.

Wie individuelle muss Webdesign überhaupt sein?

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Wäre es also schlimm einer Einheitsstruktur zu folgen? Nein, denn wir haben uns mittlerweile an gewisse Webtrend und Strukturen gewöhnt und wollen Sie auch gar nicht mehr missen. Doch es ist die Aufgabe des Webdesigners genau in diese Trends eine individuelle Note einzubringen.

Webdesign Phänomene

Ich bin kein Forscher. Doch ich konnte beobachten, dass sich die Webseiten von Unternehmen aus verschiedenen Branchen sehr ähneln.

Webdesign Phänomen 1: vertikaler Webseitenaufbau

Man ist es so gewöhnt, die Website von oben nach unten zu scrollen, dass man gar nicht auf die Idee kommt, dass Scrollverhalten zu verändern. Doch was passiert, wenn wir die Website von rechts nach link scrollen? Man hat definitiv die volle Aufmerksamkeit des Webusers. Ein gutes Beispiel bietet hierfür die Website der Londoner Digital Agentur Rawnet. Dieses Konzept sollte bewusst eingesetzt werden und zum Inhalt der Website passen.

Webdesign Phänomen 2: Webfonts

Schriften auf der eigenen Seite einbinden war früher immer etwas schwierig, auch weil jeder Browser und jeder Betriebsystem die CSS Anweisungen anders interpretiert hat. Dank Google Fonts lassen sich diese Schriften nutzen und einfach mit der eigenen Website verknüpfen. Allerdings ist die Auswahl auch beschränkt. So findet man vermehrt die beliebtesten Schriften wie Roboto, Open Sans oder Ubuntu auf unzähligen Websites wieder.

Webdesign Phänomen 3: Icons

Wir alle lieben Sie – Icons. Also warum nicht auch zur besseren Übersichtlichkeit auf der Website einbinden? FontAwesome – die online und offline Icon-Font. Auf sehr vielen Seiten und auch Themes kommt diese Icon-Schrift zum Einsatz und unterstützt damit Überschriften und Texte in grafischer Form. Das bekannteste Beispiel dürfte das Brief-Icon sein, um eine E-Mail Adresse zu kennzeichnen.

Webdesign Phänomen 4: Slider

Um viele Bilder übersichtlich und platzsparend zu präsentieren, greifen wir immer wieder auf Slider zurück. Diese gibt es mittlerweile in verschiedensten Layouts und Effekten. Auf fast jeder Website ist ein Slider zu finden. Besonders beliebt sind derzeit Slider, die sich über die gesamte Breite des Monitors ziehen.

Webdesign Phänomen 5: Google Maps

Praktisch und informativ einsetzbar, das sind Google Maps. Deshalb werden Sie schon lange nicht mehr nur auf Kontaktseiten eingesetzt, sondern zum Beispiel auch gern auf Immobilienseiten zur übersichtlichen Darstellung von Objekten. Ob gefilter oder mit Informationen hinterlegt, Immobiliensuchende können so direkt über die Karte Immobilien finden. Als Beispiel lässt sich hier die Vermietungsseite von Kowo Immobilien sowie die Startseite von Dima Immobilien nennen.

FAZIT: Ich bin der festen Überzeugung, dass man aus den typischen Phänomenen ruhig mal ausbrechen kann, um sich bewusst in das Gedächtnis der Kunden einzubrennen. Dabei ist aber auch eine gesundes Mischung von Gewohntem und Neuem angebracht.